Vom Hör- und Sichtbaren

Musik sehen und hören, darum geht es bei einem Finissage-Konzert mit dem Komponisten, Musiker und Zeichner Renald Deppe, dessen Ausstellung „Tomographia“ am 16. Mai im Altbau der Donau-Universität Krems endet. In dem Konzert, das der Künstler moderiert, werden ausschließlich Kompositionen gespielt, die in der Ausstellung als Klang-Graphein zu sehen sind.

Grundlage dieser auf Anregung von Campus Cultur entstandenen Arbeiten von Renald Deppe ist die intensive Auseinandersetzung mit Gehirntomografien. Deppe hat sich diesen Bildern aus der neurowissenschaftlichen Praxis aber nicht mit dem Auge des Mediziners, des Neurologen genähert, dies wäre ihm ohnehin nicht möglich, sondern versucht, die strukturelle und vor allem visuelle Komplexität der neurologischen Tomogramme zu dechiffrieren, um sie dann als Zeichner und Komponist in ganz spezifischen Klangtomographien neu zu verschlüsseln.

Im Rahmen des Konzerts lässt Renald Deppe „Tomographia“ erklingen, erläutert Werk und Intention und schließt damit den Bogen von der Eröffnung der Ausstellung, bei dem das Ensemble „extrachello“ spielte, zum Konzert der Finissage. Das Konzert verspricht einen Abend zur Vielfalt der Sinneswahrnehmung und zur Wahrnehmung der Sinnesvielfalt.

Die MusikerInnen
Ingrid Oberkanins Perkussion
Edda Breit, Melissa Coleman, Margarethe Deppe „extrachello“
Gudula Urban Violoncelli
Peter Herbert Kontrabass
Martin Ptak Posaune
Renald Deppe Saxophon, Klarinette, Klang-Graphein

 

http://members.aon.at/renald.deppe/page_1_1.html
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http://www.donau-uni.ac.at