Tribute to Harry Pepl im Porgy

Vor genau zwei Jahren verstarb mit Harry Pepl einer der meistgeachteten heimischen Musiker, der zudem noch zu den führenden Jazzgitarristen Europas zählte. Zu Ehren dieser herausragenden Musikerpersönlichkeit findet im Wiener Porgy&Bess am 6. Dezember ein Tribute Abend statt, an dem einmal mehr ein musikalischer Rückblick auf dessen außergewöhnliche Karriere geworfen wird.

Harry Pepl verstarb vor genau zwei Jahren. Nicht viele österreichische Musiker/Innen können von sich behaupten, eine gesamte Szene so sehr geprägt zu haben, wie es der gebürtige Wiener zu seinen Lebzeiten getan hat. Pepl gehörte zu jenen wenigen heimischen Ausnahmen, die auch international für großes Aufsehen sorgen konnten und so in der Lage waren,  Österreich als überaus lebendiges Musikland zu präsentieren. Der Jazzer galt schon früh als musikalischer Grenzgänger, der sich mühelos zwischen den unterschiedlichsten Stilen zurechtfand, egal ob es sich nun um Jazz oder zeitgenössische Musik handelte. Es war vor allem sein ungemein facettenreiches und in die Tiefe gehendes Spiel, für welches der so hochgeschätzt wurde.

Aber nicht nur als Musiker war Harry Pepl angesehen. Er war auch als Komponist tätig und unterrichtete als Professor für Gitarre/Jazz an der Musikhochschule Graz. Große Bekanntheit erlangte Harry Pepl vor allem mit seinem Projekt Jazz-Zwio, welches er zusammen mit Werner Pircher ins Leben gerufen hatte. Die Namen derer mit denen der Wiener im Laufe seiner Karriere zusammenarbeiten durfte, liest sich wie das “Who is Who” der Jazzmusik. Die zahlreichen Kooperationen mit Musikern wie Benny Goodman, Dave Holland, Dino Saluzzi, Jon Christensen, und Dave Liebman sind nur ein weiterer Beleg dafür, welch hervorragenden Ruf der Wiener unter Kollegen genoss.

 

Auf Initiative der Grazer Kulturplattform Gamsb’Art wird nun alljährlich der Harry-Pepl-Preis vergeben. Zu diesem Anlass gestalten ehemalige Wegefährten eben diesen Tribute Abend. Ziel ist es, das Schaffen dieses herausragenden Musikers nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dieses Mal sind es das Ensemble um den jungen Saxophonisten Wolfgang Schiftner und die Formation “FM-Syndrom” rund um Wolfgang Mitterer und Wolfgang Reisinger, die Harry Pepl nochmals lebendig werden lassen.(mt)

 

 

Porgy&Bess