TELEBRAINS – „MY THOUGHTS CHANGED DIRECTIONS“

Tanzbaren Garage Punk machen TELEBRAINS in ihrem Debütalbum „MY THOUGHTS CHANGED DIRECTIONS“. Die neue Formation besteht aus Kevin Namiotko, Felix Schnabl und Xavi Sosa und rockt authentisch, humorvoll sowie stilsicher. Das Album beschreibt einen Spannungsbogen von wilden Rock-Nummern zu gefühlvollen Gesangs- und Instrumentierungsparts mit einem Höhepunkt der einer Verfolgungsjagd gleicht.

Da haben sich drei talentierte Gearheads zusammengefunden. Kevin Namiotko (DJ Gusch / Taxi), Felix Schnabl (Salamirecorder & the Hi-Fi Phonos, Sux Sux Sux, Laundromat Chicks) und Xavi Sosa (Atom Womb / ephemer) haben nicht lange herumgefackelt, sondern nach der ersten Jamsession im Jahre 2022 gleich mal eine Band gegründet. Die Hälfte ihres Erstlingswerks entstand bereits bei den ersten Jamsessions. Etwa 17 Stunden lang nahmen sie die dreizehn Tracks mit Hannes Arnezeder (Johnny & The Rotten) auf Bandmaschine auf. „Diese Songs sind eine Hommage an den Geist des Rock & Roll, würde ich sagen. Es ist fast alles dabei, was dazu gehört. Garage, Psych, Kraut, Punk und vieles mehr. Die Texte sind verdammt lustig und einige von ihnen sind todernst“, schreibt Xavi Sosa über das Album.

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Auf dem Albumcover sind die drei Musiker in Anzügen zu sehen, als stünden sie kurz vor der Quarterlife-Crisis. „My Thoughts Changed Directions” klingt aber wie das Gegenteil von Krise. Mit der energiegeladenen Rock´n´Roll-Nummer „One Last Step Together” startet die Platte. Sie klingt nach einer wilden, geselligen Nacht, bei der einige Gläser Bier geleert wurden. Auch „Justifier“ ist schnell und rockig. Mit elektrifizierendem Gitarrensound und eingängigen Riffs lädt der Song zum Abtanzen ein. „This Is My Bassdrum“ ist eine gemächliche Selbstparodie mit lässigem Noise-Gipfel und fetzigem Gitarrenriff. Auch „Bleeding Out“ kommt relativ gemütlich daher. Mit schwebendem Bass und langem Intro ist „In My Head“ eine psychedelische Reise ins Innere Planetensystem. Und die Sonne scheint: „I feel the glow from tomorrow, nowhere to go. I fell in love with a rainbow, now the rain is gone” singen die Telebrains. Leichtigkeit transportiert der Titelsong “My Thoughts Changed Directions” mit eingängigen Riffs und gleitendem Gitarrensolo. Es folgen knackige Rocksongs die sich hervorragend zum ordentlich auf der Tanzfläche zappeln eignen („Monster“, „My Way“, „Time For Romancing“, „I Need A Doctor“, „In The City“). Auf die fünf kurzen Songs folgt die längste Nummer „Golden Silver Surfer“. Der Bass teasert die Instrumentalnummer an, die in weiterer Folge in wildes Gitarrengeschreddere mündet. Klingt wie eine Verfolgungsjagd – oder ein Soundtrack für Gedanken, die plötzlich etwas Neuem hinterherjagen. Und dann ist da die letzte Nummer die nach Happy End klingt, mit unerträglichem Unsinn abrechnet und ordentlich Gas gibt („The Bullshit“).

QUICK & DIRTY ABER ALLES ANDERE ALS HINGEROTZT

„I just want to shake my ass with you“, singen die Telebrains und liefern den perfekten Sound dafür. Mit ihrem Debüt beweisen sie Humor und transportieren den Spirit des Rock´n´Roll. Auf Sex & Drugs verzichten sie dabei aber Großteils und thematisieren diese Klischees nur zwischen den Zeilen oder oberflächlich. Zwischen Twang-Sounds, Rückkopplungen und analogen Retro-Klängen werden verschiedenste Effekte stilsicher eingesetzt. Niemals zu viel, niemals zu wenig. In den knapp 40 Minuten wird mitunter ins Mikro gebrüllt oder gefühlvoll instrumentiert. Die Telebrains wissen Stimmungen in Musik zu gießen und fusionieren gesanglich sowie auf instrumentaler Ebene. Die Low-Fidelity Scheibe kann angesichts des Entstehungsprozesses ohne Zweifel als quick & dirty beschrieben werden, wobei sie alles andere als hingerotzt ist. Macht euch gefasst auf ein kurzweiliges Hörvergnügen mit eingängigen, psychedelischen Garage-Sounds.

Sophia Olesko

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Telebrains live

05.04. Kollektiv Kaorle, Wien (AT)
06.04. Asta Kneipe, Rosenheim (DE)
11.04. Alte Post, Zürich (CH)
12.04. Plattenzimmer, Altötting (DE)
13.04. Kapu, Linz (AT)

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