Wien (OTS) – Am Montag, den 24. April, jährt sich der Todestag des Sängers und Menschenrechtsaktivisten Willi Resetarits zum ersten Mal. In Erinnerung an diese prägende Persönlichkeit kündigen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nun die Schaffung des „Willi Resetarits Preis“ für Musikpersönlichkeiten bzw. Bands mit gesellschaftlichem Engagement an. Ab dem Jahr 2024 soll er jährlich im Rahmen des Wiener Flüchtlingsballs vergeben werden, das Preisgeld beträgt 10.000 Euro. Die Auswahl der Ausgezeichneten soll auf Empfehlung einer Jury passieren.
„Wir haben vor einem Jahr mit Willi Resetarits nicht nur einen großartigen Musiker, sondern auch einen leidenschaftlichen Menschenfreund verloren. Der neue Preis, der in seinem Namen vergeben wird, soll an ihn und seinen Einsatz für Integration und das Miteinander in unserer Stadt erinnern“, so Bürgermeister Michael Ludwig.
„In einer Zeit, in der wir Tendenzen zur Spaltung der Gesellschaft beobachten, ist es ein wichtiges Signal, gerade jene Künstler*innen auszuzeichnen, die mit einem empathischen Blick auf die Welt schauen und mit ihrer Haltung die solidarische Gemeinschaft stärken“, erklärt Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „In diesem Sinne soll der neu geschaffene ‚Willi Resetarits Preis‘ an Musikpersönlichkeiten und Bands vergeben werden, die durch ein besonderes Maß an künstlerischer Originalität und gesellschaftlichem Engagement auffallen. Denn Willi Resetarits hat mit seiner starken Stimme für gesellschaftsrelevante Fragen Generationen geprägt.“
Roswitha Hofer-Resetarits, die Witwe des vor einem Jahr verstorbenen Musikers, begrüßt die Initiative: „Dieser Preis würdigt nicht nur die Musikalität der Preisträger*innen, sondern auch deren soziale Kompetenz. Sie alle wurden möglicherweise durch eine sehr bekannte Aufforderung von Kurt Ostbahn in ihrem Tun bestärkt: ‚Passt‘s auf, seid‘s vuasichtig und losst‘s eich nix gfoin!‘“
„Wir finden es eine sehr schöne Idee und auch einen würdigen Rahmen, den Preis jährlich am Flüchtlingsball zu überreichen. Es war das liebste Fest von Willi Resetarits, dieser kulturverbindende Charakter der Musik. Und auch immer ein Ort, wo auch unbekanntere, aber großartige Künstler*innen und Bands aufgetreten sind, die die Idee des Integrationshauses mitgetragen und die diverse Wiener Kulturlandschaft repräsentiert haben. Dem Willi hätte das gefallen“, freuen sich Geschäftsführer Martin Wurzenrainer und Ballorganisator Nikolaus Heinelt.
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