“Land der Berge” lautet das am 12. Dezember im raum35 in der Wiener Theresianumgasse stattfindende interdisziplinäre Festival für Musik und Klangkunst “shut up and listen!”. Das Thema der inzwischen vierten Auflage der Veranstaltung lautet “Land der Berge”. Im Mittelpunkt stehen die Erforschung des unendlichen Kosmos der Klangkunst und die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem.
Die künstlerische Beschäftigung mit der akustischen Umwelt zieht sich dabei auch über sämtliche Genregrenzen hinweg. Von zeitgenössischer Musik über Klangkunst bis hin zu Medienkunstprojekten. Dabei wird deutlich, dass sich gerade in den letzten Jahren zahlreiche neue künstlerische Positionen herausgebildet haben, nicht zuletzt durch rasante technologische Entwicklungen bedingt. Das von Bernhard Gál und Ernst Reitermaier konzipierte Festival versucht genau diese Entwicklungstendenzen einzufangen und sie im Rahmen von Konzerten, Klangprojektionen und Hörräumen den BesucherInnen der Veranstaltung näher zu bringen. Zur Aufführung kommen dabei elektroakustische Kompositionen und Klangkunstprojekte genauso wie Musik für Hackbrett, (Kontra-)Gitarre und selbst erfundene Instrumente.
Inhaltlich setzen sich die beteiligten KünstlerInnen, wie es der Titel “Land der Berge” bereits vermuten lässt, mit dem Begriff des “Österreichischen” auseinander. Es geht sowohl darum, die tiefe Ambivalenz dieser Zuschreibung herauszuarbeiten, wie auch, deren Einflüsse auf die heimische Kunst aufzuzeigen. So soll im Rahmen eines Kurzvortrages von Daniel Eder auch die Geschichte der österreichischen Bundeshymne näher beleuchtet werden.
Zu den diesjährigen Gästen zählen unter anderem Miriam Mone & Kurt Petin, Lionel Marchetti, Barbara Romen & Gunter Schneider, Hans Tschiritsch & Franz Haselsteiner sowie Jörg Piringer und Aaron & Bronwyn Ximm. Die anwesenden KünstlerInnen sind sie bekannt dafür, sich nicht in eine bestimmte Kategorie einordnen zu lassen. Vielmehr steht die Freude am Experiment im Vordergrund ihrer Arbeit. Auf der einen Seite sich ihrer Kunst verpflichtet fühlend, streben sie andererseits doch alle nach neuen Ufern, mögen diese auch noch so unterschiedlich erscheinen. Grenzen im Ausloten des Möglichen kennen die Beteiligten keine, was ganz der Tradition des Festivals entspricht.(mt)