Ermutigend und gefühlsvoll sowie düster und melancholisch entfaltet sich das Debütalbum „NØ“ von NØDSTOP. Die epische Neuveröffentlichung ist nach fünf Jahren Stille die zweite Veröffentlichung der Band, für das sich THE UNUSED WORD sowie TESTA zusammengetan haben. Die Instrumentierung aus vorwiegend elektronischen sowie als auch akustischen Elementen lädt ein zum immersiven Hörgenuss ein.
Nødstop sind die Instrumentalistin und Sängerin The Unused Word sowie Testa. Dahinter wiederum stecken Anna Schauberger und Lukas Ljubanovic, die sich durch ihr Label Duzz Down San kennengelernt haben. Ihr gemeinsames Bandprojekt entwickelte sich im Laufe der Zeit. Wir tauschten Skizzen, Instrumentals, Beats und Ideen aus, um zu sehen um zu sehen, wie viel uns einfällt – und die Dinge passierten so leicht und schnell, dass es sich entwickelte, Leben und Schwung annahm, ohne dass wir irgendwelche Entscheidungen trafen.“, erklärt Anna Schauberger. Produziert wurde das Album von beiden gemeinsam, Mix und Master stammen von Testa. Das Cover, das auf den ersten Blick wie ein Foto vom Hubble-Teleskop wirkt, ist ein Ausschnitt von einem selbstgemalten Bild von Testa. In den Sozialen Medien erzählen die beiden, sie hätten für das neue Album zum Teil „Skelette“ ausgegraben, wie das 17 Jahre alte Lied „Noir (Grim Reaper)“, aber auch neue Produktionen seien für „Nø“ entstanden.
POP, ELECTRONICA UND EIN HAUCH DANCE
Atmosphärisch, mit elektronischem Beat und sanft dröhnenden Bass im Hintergrund schließt der berührende erste Song „Not Past My Prime“, Frieden mit der Vergangenheit. Zart und magisch klingt „Nocturne“ mit einer sich sanft entfaltenden Instrumentierung, in der elektronische und akustische Elemente miteinander verschmelzen. „Nobody Share Nothing“ ist ein schwereloser Song, der cool und unheimlich daherkommt. Ermutigend, mit impulsivem Bass und Dance-Einschlag ist „No Heartbreak“. Episch und mysteriös ist der Song „Not Attached To Me, Yet woven Into (Schlafwandlertagebuch)”, wobei der Text die unheilvolle Stimmung auflockert. Mit eingängigem Beat und Synthie-Tönen ist „No, Icarus!“ eine tanzbare Nummer. In „Not The End By Far“ geht es um die Natur, die für Annas Familie eine wichtige Rolle spielt, wie die Musikerin verrät. Es ist der einzige Song, der ein Feature enthält, und zwar von Anna´s Vater, Jörg Schauberger. Er hat seine Ideen zu Papier gemacht und gemeinsam mit seiner Tochter aufgenommen. „No Happy Story“ vermittelt, wie der Titel schon verrät eine düstere Stimmung. „Jealousy, the fear of being alone in this society, privacy, I want to protect you”, lauten Zeilen der gesellschaftskritischen Nummer. Ein besonderer Ausklang des Albums ist “Noir (Grim Reaper)”, ein Klavierlied, dass Anna vor 17 Jahren aufgenommen hat. “What do you want from me, tell me what do you expect, I will safe you, I will leave you, I will come back”, lauten Zeilen vom emotionalen Song.
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Die neun Tracks von „Nø“ lassen sich in die Genres Pop und Electronica einordnen, mit einem Hauch Dance. Die Instrumentierung wurde spürbar mit Liebe zum Detail kreiert und wie ein kostbares Gewebe verstrickt. Das schwebende Klanggewand umhüllt Texte, die Schwermütigkeit, Emanzipiertheit sowie ein kritisches Bewusstsein zum Ausdruck bringen. Das neue Album von Nødstop lädt ein, in eine dunkel schattierte Welt einzutauchen, in der Gesang und Instrumentierung verschmelzen und der nächste Lichtblick nur einen Beat entfernt ist.
Sophia Olesko
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