Harry Dean Lewis – „From A Valley Live Session“

Welche Einfluss hat eine neue Umgebung auf bereits bestehende Musik? Diese Frage hat sich HARRY DEAN LEWIS gemeinsam mit seiner Band gestellt und kurzerhand eine Live Session in der Wachau aufgenommen. Die Antwort auf die Frage ist seine neue EP „From A Valley Live Session“ (Futuresfuture, VÖ: 04.04.2025).

Harry Dean Lewis, gebürtiger Australier, hat es während der Pandemie nach Wien verschlagen und ist seither hier geblieben. Nach dem erfolgreichen Debüt mit der Single „Hollywood“ in 2023, veröffentlichte er im Oktober 2024 sein erstes Album „Three Sides to a coin“ (Futuresfuture, VÖ: 18.04.2025). Etwa zur selben Zeit ist auch die Idee für eine Live-Session entstanden, die ebenfalls im Herbst 2024 aufgenommen wurde. Eine Woche lang haben sich der Sänger, seine Band und Gastmusiker Joe Traxler Zeit genommen und ein Häuschen im Donautal der Wachau für sich beansprucht. Traxler war auch bereits auf dem Song “Fizz” von “Three Sides to a coin” vertreten. Inspiriert von der herbstlichen Landschaft hat die Gruppe neue Facetten aus einigen ihrer Lieblingslieder vom Studioalbum herausgearbeitet und neu aufgenommen. Insgesamt sind auf der EP „From A Valley Live Session“ fünf Lieder vertreten. Der Live-Faktor bei der Aufnahme verleiht jedem Song eine Nähe und Wärme, ohne aber an Präsenz und Wucht zu verlieren.

Das Albumcover zu "From A Valley Live Session". Der Musiker Harry Dean Lewis sitzt in einem herbstlich, rot-gefärbten Baum.
Albumcover: Harry Dean Lewis – “From A Valley Live Session”

Musikalisch bewegt sich Harry Dean Lewis fließend zwischen Soul, Rap und Alternative Indie Rock hin und her. Seine Texte sind teilweise gesungen, teilweise gesprochen, haben aber immer eine spezielle Dynamik. Die Musik wirkt nie statisch oder repetitiv. Ein Grund dafür ist aber auch die sehr schwungvolle Rhythmusgruppe. Groovige Basslines und lebhafte Schlagzeugfills bilden die fundierte Grundlage. Teilweise kommen sehr verzerrte, verzögerte Gitarren zum Einsatz, die an anderen Stellen wieder klar und direkt erscheinen. Immer wieder werden kleine Zwischenspiele und unterschiedliche Klangelemente eingeworfen, die unerwartet kommen und dadurch beim Zuhören die Spannung aufrecht halten.

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Die Session in der Wachau wurde auch visuell festgehalten. Filmemacher Alexander Boulton hat die intimen Momente dokumentiert und daraus zum Song „Fizz“ ein Musikvideo geschaffen. Darin werden Details vom Aufnahmesetting ersichtlich, aber es wird auch ein generelles Gefühl vermittelt, wie die Stimmung bei diesen Aufnahmen war. Geprägt von warmen, leuchtenden Farben eines schönen Herbsttages wird die Freude an der Musik von Harry Dean Lewis und seinen Mitmusikern noch ersichtlicher und hörbarer.

„From A Valley Live Session“ lässt die Lieder in einem neuen Glanz erstrahlen und zeigt die vielseitigen Facetten von Harry Dean Lewis als Musiker. Die Lieder haben eine Nähe, die nur durch ein so intimes Aufnahmesetting entstehen kann, ohne etwas an der Kraft aufzugeben, die die Songs in den Originalaufnahmen bereits hatten.

Ylva Hintersteiner

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