Höchst unterhaltsames steht am 19. Jänner in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters auf dem Programm. BoABoA, das gemeinsame Projekt von Sängerin Agnes Heginger und dem Gitarristen Klaus Wienerroither, stellt den Versuch dar, die Grenzen zwischen den unterschiedlichsten Stilen verschwimmen zu lassen und Musik für das Publikum ganz ohne Scheuklappen erlebbar zu machen. Mit im Gepäck hat das Duo sein neues Programm “The Wiener takes it all”.
Agnes Heginger zählt ohne Zweifel zu den vielseitigsten und umtriebigsten Sängerinnen in der österreichischen Musikszene. Irgendwelche stilistischen Grenzen setzt sich die gebürtige Kärntnerin bewusst keine. Warum sollte sie dies auch tun, füllt sie doch jede Rolle mit Bravour aus. Agnes Heginger mimt je nach Projekt mal die große Jazzdiva, die freche Pop-Göre oder die anspruchsvolle Interpretin zeitgenössischer Musik. Alleine die Liste der Ensembles und KünstlerInnen mit denen sie bereits gemeinsam musiziert hat, unterstreicht ihre enorme musikalische Bandbreite. So stand die Sängerin bereits mit dem Vienna Art Orchestra, dem Ensemble Mikado, dem Janus Ensemble, Christian Muthspiel und Harry Pepl auf der Bühne. Großes Aufsehen erregte ihre Zusammenarbeit mit dem österreichischen Ausnahmebassisten Georg Breinschmidt. Aber nicht nur hinter dem Mikrofon macht Heginger gute Figur. Im Laufe der letzten Jahre konnte sie sich im zunehmenden Maße auch als Komponistin und Texterin profilieren.
In Klaus Wienerroither hat Agnes Heginger einen kongenialen Partner gefunden. Wie die Sängerin zeigt sich auch der Gitarrist gegenüber verschiedensten musikalischen Strömungen ungemein aufgeschlossen. Der gebürtige Linzer agiert viel lieber in einem breiten musikalischen Feld, als sich auf eine einzelne Kategorie zu beschränken.
Stets auf der Suche nach neuen Ausdruckmöglichkeiten entwirft der Zweier, angetrieben von einer ungemeinen Experimentierfreude, seine ureigene und unverwechselbare Klangsprache, deren stilistisches Repertoire von Jazzstandards, über Popsongs bis hin zum deutschen Schlager der 20er und 30er Jahre reicht. Vermeintlich unüberwindbare Gegensätze vereinen sich in den Stücken von BoABoA zu einem wunderbaren und betörenden Ganzen.(mt)
Foto BoABoA: Dorothea Wimmer