20 Jahre Open Air Ottensheim und kein bisschen still gestanden…

Das Hochwasser war da. Erinnerungen an 2009 wurden wach, als das Open Air Gelände von heftigen Regengüssen geflutet wurde und schließlich abgesagt werden musste. Doch wieder rückten die Leute noch näher zusammen. Viele HelferInnen waren fleißig und haben den Großteil des überschwemmten Landstreifens vom Schlamm befreit, die OrganisatorInnen flexibel genug, das Festival um ein paar hundert Meter zu verlegen. Es wird also stattfinden: 20 Jahre Open Air Ottensheim. Von 12. bis 13. Juli 2013. An der Regattastrecke Ottensheim, noch näher an der Donau. Klingt verrückt, ist es auch, hat aber was.

Und deswegen werden heuer, bereits zum 16. Mal, internationale Bands und KünstlerInnen Ottensheim zum Zentrum der Festivallandschaft verwandeln. Darunter Dub Trio, Poetic Pilgrimage, Der Nino aus Wien, Station Rose und zehn weitere Acts. Wer einige dieser Gruppierungen noch nie gehört hat, der steht nicht allein da. Das Ottensheim Open Air versteht sich als Underground-Festival. Der Ausdruck des Geheimtipps, der der Genren-Vielfalt ,trifft schon eher zu. Die Musik ist gut gewählt, sie geht unter die Haut, die euphorische Stimmung lockert zum Tanzen. Zwei Tage Einmaligkeit, die nicht zu finden ist auf den großen Festivals, zwei Tage Gelassenheit, die kaum mehr zu finden ist überhaupt überall. Oder wo darf der Gast das gepflegte Bier aus seiner Kühltruhe noch aufs Festival-Gelände mitbringen? Kein Kommerz, das hat Flair, das ist Stil im großen Stil.

Das Festival hat sich seit der ersten Veranstaltung vor 20 Jahren weiter entwickelt. Zu einem Fixpunkt in der Festivallandschaft, einem weit über ein Musikfestival hinausgehendes Projekt. Ein Festival mit einem richtigen Green-Project, das Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt holt: Mülltrennung, veganes Grillgut, Wurst aus der Region, soziale Verantwortung, Nussschnaps vom Bauern. Und weil’s gar so schön ist: Gallisches Dorf. Aber das weiß man schon… Wer sich für die Geschichte interessiert, mehr vom Herzblut wissen will, das solche Veranstaltungen zustande bringt, von den Krisen, die gemeistert, den Erfolgen, die gefeiert wurden, der liest ohnehin das Buch 16  Zwanzixtl + 1 20 Jahre Open Air Ottensheim von Stefan Parnreiter-Mathys, herausgegeben vom Verein Open Air Ottensheim, das am Open Air Wochenende präsentiert wird. Erhältlich dann in allen Buchläden, im Plattenhandel und über die Homepage des Open Airs.

Nähere Informationen und alle Details findet man auf der Homepage www.openair.ottensheim.at

Freitag, 12.Juli 2013

Blindway Alley (AT)
Blindway Alley ist eine kraftvolle Alternative Rock-Band aus dem Großraum Linz. Seit dem Herbst 2011 widmen sie sich mit viel Intensität einem energischen Programm, bei dem man sich als Zuschauer im Publikum nur schwer zurückhalten kann.

EsRaP (AT)
Die knapp Zwanzigjährige ist sicherlich eine Ausnahmeerscheinung im österreichischen HipHop. Mit unglaublichem Selbstbewusstsein interpretiert sie ihre türkisch-deutschen Texte zwischen Rap und Poesie, besingt ihren Alltag als Austro-Türkin und Neo-Wienerin, spricht über Liebe, Integration, Schule, Politik… keine Gewalt, keine Macho-Sprüche ist ihr Motto.

Jakuzi’s Attempt
(AT)
Vertrackte Rhytmus-Spielereien mit ganz heftig viel Druck untermalter PostHardcore! Jakuzi´s Attempt schaffen es sowohl Elektro- als auch Metal- und vertrackte Noiserockparts in schön gewandte Songstrukturen zu verpacken ohne dabei gestresst zu wirken

Der Nino aus Wien (AT)
Der ur waache Folksänger und Austropopliterat endlich in Ottensheim! In seinen Liedern menschelt es mitunter gewaltig. Er packt ein gewisses Maß an Chanson in die sperrigen Poprock-Songs. In Ottensheim wird er uns mit seiner wunderbaren Band die Ehre geben.

Dub Trio (US)
Dub Trio – die musikalische Allzweckwaffe – wer kann schon von sich behaupten mit so unterschiedlichen Acts wie Mike Patton, The Wailers, oder dem HipHop Maestro Prefuse 73 zusammengespielt zu haben. Irgendwo in diesem Spannungsfeld (Noise/Rock-Reggae-HipHop) wird sich die Band auch in Ottensheim bewegen.

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Tumido (AT)
Hieß es bei Tumido, noch vor wenigen Jahren, “Lärm erzeugt Energie” sind wir 2013 am Entdecken eines weiteren Teil des neuen Tumido Universum: kosmische Winde fegen in Form irrsinnigen Soundvariationen durch Raum und Zeit, dazu kommt noch der Groove schlechthin, der nochmal für zusätzliche Energie sorgt. Warp 10.

Shigeto (US)
Mit dem aus Ann Harbour stämmigen Jazz-drummer Shigeto wird der Sprung in die zeitgenössische  Electronic, kombiniert mit live Drums begangen, der den Freitag Abend mit deepen Basslines und eklektischen Beats abschliessen wird. Seine Musik orientiert sich an moderner Bassmusik und klassischer Elektronik die keine Grenzen von Genres kennt.

Samstag, 13.Juli 2013

Elisa Works (AT/BEL)
Die Band besteht aus mittlerweile sechs Mitgliedern mit unterschiedlich musikalischem Background. Der feenartige Gesang und die rauchig-soulige Stimme der beiden Frontfrauen, fügen sich zu einem sich nur schwer zu entziehenden pop-Sound zusammen. Die auf Singer/Songwriter Basis arrangierten Songs sind inhaltlich von Partynächten und “Teenage-Angst“ geprägt. ENJOY !

Fiasco Électrique (AT)
Poppiger Rock mit Hang zur Selbstironie aus Linz und Wels. Die Herren sind älter als ihre Musik klingt, und die kommt mit einer gehörigen Portion Ohrwurm-Potenzial daher.

Madame Humtata (AT)

Wenn sich die Sonne in die Dunkelheit der Nacht legt, erhebt sich Madame Humtata wie ein feurig-roter Mond über die Feiernden. Höchst eigenständiger, vielschichtiger, in die Tiefe gehender und auf höchstem künstlerischem Niveau angesiedelter Avantgarde-Pop.

Far Away Town (AT)
Diese drei Herren bringen schwere Riffs, Wüstensound und sind immer auf der Suche nach dem perfekten Fuzzz. Far Away Town spielte über 100 Shows, eine Italien/Sardinien-Tour und teilte die Bühne bereits mit Größen wie Brand Bjork&the Bros, Dozer, Truckfighters, Sungrazer, Brainpolice, Deville und vielen mehr.

Poetic Pilgrimage (GB)
Muneera Rashida & Sukina Abdul Noor sorgen für frischen Wind im HipHop. Couragiert nehmen sie sich politischer und muslimischer Themen an. Ohne Scheu decken sie durch die Kunst des Reimens persönliche, sozio-politische, fröhliche und einfühlsame Themen ab und sind daher ein einzigartiger Act.

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Station Rose (AT)
Station Rose gilt als Pionier der AV-Kunst, der Digital Culture, der Elektronischen Musik und der Net Art. Bei ihren audiovisuellen Live-Performances improvisiert STR über Patterns und Loops, Sound und Bild ist über MIDI vernetzt. Station Rose (STR) wurde 1988 in Wien von der Künstlerin Elisa Rose und dem Musiker und Komponisten Gary Danner als offenes audiovisuelles Labor in Wien gegründet.

DJ Ripley (US)
Larisa Mann aka DJ Ripley will bei ihren Auftritten eigentlich nur eines: dass alle Menschen tanzen. In den allermeisten Fällen gelingt ihr das nicht nur, nein, viele ihrer Zuhörer geraten in absolute Ekstase und himmlische Entzückung – vor allem dann, wenn ihnen der ganz spezielle Sound zum ersten Mal zu Ohren kommt.